Bewusstsein der Überlegenheit
Heute werden die USA oft für ihre überlegene Haltung kritisiert. Doch woher kommt diese Einstellung überhaupt?
Das Bewusstsein der Überlegenheit wurde hauptsächlich durch die Vorreiter-Position hinsichtlich des Liberalismus etabliert. Dies ließ die amerikanische Außenpolitik oft im Sinne eines demokratisch-liberalen „Imperialismus“ agieren.
In geschichtlicher Hinsicht kam dann die Vermischung von politisch-moralischer Expansion und politisch-moralisch bedingtem Rückzug dazu. Das Erfolgkonzept aus ihrem eigenen Land trachtete die USA auf andere Länder zu übertragen. So stellte sich bald ein außenpolitischer Missionarismus ein, der aber dennoch Hochachtung vor der europäischen Kultur (traditionsbedingt) aufwies.
Die Anfänge der Außenpolitik war also von zwei Dingen geprägt: dem Frontier-Bewusstsein (à Expansionismus in Richtung eines freien Weltmarkts) und einer liberalen Philosophie, in der die Wirtschaft höheren Stellenwert als Politik hat.